„Wie entsteht Krebs?“, „Wie fühlt sich Krebs an?“, „Wie reagieren Kinder und Eltern auf eine Diagnose?“ – diese und viele weitere Fragen sammelten die Mitglieder der Unter- und Mittelstufen-Theater-AG während einer vorbereitenden Probe. Sie zeigten eindrucksvoll, womit sich die jungen Schauspielenden aus den Klassen 5 bis 8 im Hinblick auf ihr neues Stück beschäftigen.
Am Freitag, den 23. Januar 2026, durfte die Theater-AG im Westsaal dann eine besondere Besucherin begrüßen: Tabea Saile, die letztes Jahr das Goldberg-Gymnasium mit dem Abitur verließ, berichtete im Rahmen einer Probe von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr auf der Kinder- und Jugendonkologie des Klinikums Stuttgart. Mithilfe von Videomaterial des Klinikums Stuttgart und der Deutschen Krebshilfe erhielten die Schüler:innen einen persönlichen Einblick in den Stationsalltag und in die medizinischen Hintergründe von Krebserkrankungen, bevor sie Tabea zahlreiche Fragen stellen konnten.
Warum dieser Besuch für die Theater-AG so bedeutsam war, wird beim Blick auf das aktuelle Stück deutlich: Das Regieteam – bestehend aus Miyase Bakacs (9c), Timo Grassl (10a), Nelly Neff (9c) und Anastasia Zhang (9c) – hat sich in diesem Jahr für Oskar und die Dame in Rosa entschieden. Das Stück basiert auf dem französischen Roman von Éric-Emmanuel Schmitt und erzählt die letzten Tage im Leben eines an Leukämie erkrankten Jungen – mit allen traurigen, berührenden, aber auch heiteren Momenten.
Um ein tieferes Verständnis für die Lebenswelt des Protagonisten zu entwickeln, wurde diese besondere Theaterprobe mit Tabea Saile als Referentin anberaumt. Sie nahm sich viel Zeit, um die Fragen der Fünft- bis Achtklässler:innen zu Themen wie Krankheitsverlauf, Behandlungsmethoden und den Alltag auf der Station zu beantworten.
Dabei wurde spürbar, wie sehr das Stück mit seinen teils traurigen, teils aber auch urkomischen und wunderschönen Momenten, die Realität auf der Station im Klinikum Stuttgart trifft. Nur zu gerne bleiben wir bis zu den Aufführungsterminen im Juli mit Tabea und ihrer Station in engem Kontakt, was dieses Projekt zu etwas ganz Besonderem macht.


