Religion und Ethik

– Was bedeutet Glück?

– Wo liegt der Sinn im Leben?

– Wo kommen wir her und wo gehen wir hin?

– Gibt es ein Leben nach dem Tod?

– Kann man noch auf eine gute Zukunft hoffen?

– Wie gelingt Gemeinschaft in der pluralistischen Welt?

– Wie soll ich handeln?

Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit solchen oder ähnlichen Fragen konfrontiert. Der konfessionelle Religionsunterricht sowie der Ethikunterricht am GGS möchten hier eine Orientierungshilfe für die Schüler/innen im Umgang mit diesen existenziellen Fragen anbieten.

Insbesondere in unserer pluralistischen Gesellschaft ist ein harmonisches Miteinander oftmals eine Herausforderung. Unterschiedliche Religionszugehörigkeiten, kulturelle Diversitäten sowie sprachliche Vielfalt bereichern den Alltag, fordern aber auch einen konstanten Dialog für ein gelingendes Zusammenleben. Hierfür leisten der Religions- und Ethikunterricht einen großen Beitrag hinsichtlich der Werteerziehung für ein friedliches Miteinander. Der neue Bildungsplan aus dem Jahr 2016 betont explizit die Relevanz von Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt im alltäglichen Leben, sodass dies als zentrale Leitperspektive verankert wurde. „Die Bereitschaft, andere Menschen wahrzunehmen, mit ihnen in Dialog zu treten und ihnen offen und respektvoll zu begegnen, ist damit ein unverzichtbares Merkmal“ (BP 2016 Evangelische Religion, S. 5) und Kernbestandteil des Unterrichts. Durch Diskussionen, Perspektivwechsel sowie Reflexion der eigenen Meinung wird nicht nur die Urteilsfähigkeit der Schüler/innen geschult, sondern auch ihre Sozialkompetenz gefördert. Ergänzend zum alltäglichen Unterrichtsgeschehen ermöglicht das Sozialpraktikum in Klasse 9 vielfältige Einblicke in soziale Einrichtungen und erweitert so den persönlichen Erfahrungshorizont der Schüler/innen. Hier werden vor allem die Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft in den Blick genommen, indem die Schüler/innen Menschen in caritativen Einrichtungen und Organisationen eine Zeit lang begleiten. Denn „Verantwortung im ethisch-moralischen Sinne ist im Hinblick auf eine menschenwürdig gestaltete Welt, in der wir Verantwortung für […] nachfolgende Generationen übernehmen, unverzichtbar“ (BP 2016 Ethik, S. 6).

Zusätzlich macht der Religionsunterricht bewusst, „dass jedem Menschen nach christlicher Deutung seine unantastbare Würde von Gott gegeben ist. Dies fordert die Wertschätzung eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Herkunft und Lebensform, Weltanschauung oder Religion.“ (BP 2016 Katholische Religion, S. 4) Dies greifen auch die jährlichen Gottesdienste zu Weihnachten und am Schuljahresende auf, die von Schüler/innen – begleitet durch die Fachschaft Religion und Ethik – geplant und gestaltet werden. Zu den Gottesdienstfeiern ist die gesamte Schulgemeinschaft eingeladen.