Französisch als 2. oder 3. Fremdsprache

Französisch als 2. oder 3. Fremdsprache

Wozu überhaupt Französisch lernen?

Die französische Sprache ist für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland von besonderer Bedeutung, weil sie Sprache des Nachbarlandes Frankreich ist sowie in Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz als Muttersprache gesprochen wird. Darüber hinaus ist das Französische Verkehrs- und Amtssprache in vielen Teilen der Welt und zahlreiche internationale Organisationen kommunizieren traditionell in dieser Sprache. […]

Das Land Baden-Württemberg als unmittelbares Nachbarland Frankreichs übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle. Im steten Bemühen um Verständigung und Zusammenarbeit entwickelten sich Frankreich und Deutschland zu den entscheidenden Motoren der europäischen Einigungsbewegung und sind heute mit Abstand auch die wichtigsten Wirtschaftspartner in Europa.

Im Hinblick auf die Entwicklung der individuellen Mehrsprachigkeit kommt dem Erlernen der französischen Sprache eine ganz besondere Bedeutung zu. Französisch eignet sich par excellence als Brückensprache zur Romania, da es unter den Schulsprachen das höchste Transferpotenzial auf weitere romanische Sprachen besitzt.

(Auszug aus dem Bildungsplan Baden-Württemberg von 2004, S. 128)

Wie ist das Französisch-Profil am GGS aufgebaut?

Neben der Möglichkeit, Französisch als zweite Fremdsprache (neben Englisch) schon ab der 6. Klasse zu lernen, kann man am GGS Französisch alternativ auch erst ab der 8. Klasse als dritte Fremdsprache (neben Latein und Englisch) im Profil erlernen.

Dies bedeutet, dass in den Klassenstufen 8-10 Französisch mit jeweils 4 Stunden pro Woche unterrichtet wird. Französisch ist Hauptfach.

Wann muss ich mich entscheiden?

Eine erste Vorentscheidung fällt bereits mit der Anmeldung am GGS. Entscheidet sich der Schüler/die Schülerin für Englisch als erste Fremdsprache, so ist gleichzeitig gesichert, dass er/sie ab der 6. Klasse Französisch lernt.

Entscheidet er/sie sich hingegen für Latein als erste Fremdsprache, so lernt er/sie automatisch Englisch als zweite Fremdsprache. Nur in diesem Fall kommt Französisch als 3. Fremdsprache überhaupt in Frage.

Gegen Ende von Klasse 7 fällt dann die Entscheidung über das Profil. Der Schüler/die Schülerin kann dann zwischen dem BK-Profil, dem NWT-Profil und eben dem Französisch-Profil wählen.

Wie geht es nach Klasse 10 weiter?

Nach Klasse 10 kann Französisch entweder abgewählt, oder in der Kursstufe als 4-stündiges Kernfach weitergeführt werden.

Sind die Schüler des Französisch-Profils am Ende von Klasse 10 auf dem gleichen Stand wie Schüler, die Französisch seit der 6. Klasse lernen?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Französisch-Profil-Schüler in ihren Leistungen am Ende von Klasse 10 den „regulären“ Französisch-Lernern in der Regel in nichts mehr nachstehen. Dies liegt einerseits an den Grundlagen, die durch das frühe Erlernen von Latein gelegt werden, und andererseits an der Tatsache, dass in Klasse 8 die Kompetenz zum systematischen Erlernen einer Fremdsprache bereits sehr stark ausgeprägt ist.

Für wen ist das Erlernen einer dritten Fremdsprache zu empfehlen?

Schüler, die in den ersten Lernjahren Freude am Sprachenlernen haben und sich mit Vokabellernen, Rechtschreibung und Grammatik leicht tun, sind im Sprachprofil richtig aufgehoben.

Welche Austausch-Möglichkeiten gibt es für Schüler im Französisch-Profil?

Schüler im Französisch-Profil können in Klasse 10 – gemeinsam mit den Schülern aus Klasse 9, die Französisch seit der 6. Klasse lernen – am Schüleraustausch mit Genech teilnehmen.

Kann ich auch noch zusätzlich die Spanisch-AG besuchen?

Ja, in den Klassen 9 und 10 kann Spanisch als „spätbeginnende“, vierte Fremdsprache im Rahmen einer AG erlernt werden.