This site will look much better in a browser that supports web standards, but it is accessible to any browser or Internet device.
'Wer auf den Goldberg geht, hat mehr vom Leben', hat die Schülerzeitung 'GGS-Sprachrohr' vor 50 Jahren selbstbewusst konstatiert. Wir sagen;"
Die "Innere Schulentwicklung" hat sich das Goldberg-Gymnasium 1998 selbst und damit freiwillig verschrieben - Schule ist mehr als (Fach-)Unterricht, und der wiederum soll nicht in erster Linie aus der Vermittlung von "Stoff" bestehen. Der stärkere Impuls kam jedoch von außen bzw. oben, auch als Reaktion auf den Pisa-Schock, und er wird das Gymnasium in doppelter Hinsicht, organisatorisch und inhaltlich, umkrempeln:
Man kann durchaus der Meinung sein, dass insgesamt 12 Jahre Schule ausreichen, und zweifellos ist die inhaltliche Neuorientierung, zumindest von ihrem Ansatz her, eine deutliche Verbesserung. Nur haben sich gleichzeitig die Rahmenbedingungen drastisch verschlechtert.
Wenn (Ober-)Studienrat Lämpel vor 10 Jahren 55 Jahre alt war, hatte er 21 Stunden zu unterrichten (23 Stunden Normaldeputat minus zwei Stunden Altersermäßigung), heute sind es 24 (25 Stunden Normaldeputat minus 1 Stunde Altersermäßigung). Das entlastetet den Landeshaushalt, kostet aber viele Lehramtsanwärter die berufliche Perspektive, weil die jetzigen Lehrer/innen deren Arbeit übernehmen. Zusammen mit den gleichzeitig stark angewachsenen Klassengrößen macht das "mehr Schüler pro (ältere) Lehrer" aus, läuft also dem Ziel stärkerer individueller Förderung diametral entgegen.
Eine verordnete Kopernikanische Wende in der Bildungspolitik, und sie soll umgesetzt werden unter spürbar verschlechterten Rahmenbedingungen. Kann das gut gehen? Unter den Lehrer/inne/n gibt es beides: Verbitterung und ein Gefühl des Überfordert-Werdens, aber auch den Impuls, die neue Entwicklung aktiv mit zu gestalten. In welche Richtung das Pendel in den nächsten Jahren ausschlagen wird, das kann heute niemand sagen.