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Zur Förderung der Mundart in Schule und Unterricht und zur Stärkung der
regionalen Identität bei Kindern und Jugendlichen wurde auf Anregung des
"Forums Volkskultur" eine Projektidee entwickelt: Mundartkünstler-,
AutorInnen, MusikerInnen, KabarettistInnen, Interpreten werden in die
Schulen eingeladen und gestalten dort jeweils eine Doppelstunde zum
Thema "Mundart" in Klassen, bei Arbeitsgemeinschaften, bei Projekttagen
und bei anderen Schulveranstaltungen. Das Künstlerhonorar wird vom
Arbeitskreis "Mundart in der Schule" bezuschusst, der sich aus
Mitgliedern der beiden schwäbischen und alemannischen
Mundartgesellschaften "Muettersproch-Gsellschaft" und "schwäbische
mund.art " zusammensetzt.
Seit April 2005 finden Mundartveranstaltungen mit Künstlern und
Künstlerinnen in den baden-württembergischen Schulen statt. Als
Anregung und Hilfe steht den interessierten Lehrerinnen und Lehrern
eine Broschüre zur Verfügung, die an alle baden-württembergischen
Schulen verteilt wurde. Dort stellen sich die 43 zur Verfügung
stehenden Künstlerinnen und Künstler mit ihren Themen und möglichen
Bezügen zum Unterricht sowie den Einsatzmöglichkeiten im Unterricht vor.
Dialekt stiftet Identität
"Der lokale und regionale Dialekt ist ein Stück unserer überlieferten
Kultur. Er bietet künstlerische Ausdruckformen, die die Hochsprache
nicht leisten kann. Insofern ist er ein zwar ein Ausdrucksmittel, das
aus der Vergangenheit kommt, aber nicht rückwärts gerichtet ist,
sondern identitätsbildend in die Zukunft weist", so Wulf Wager,
Sprecher des Forums Volkskultur und Initiator des Projektes. Die
Mundartgesellschaften wollen der Stellenwert des Dialektes im
Bewusstsein der Bevölkerung verankern und stärken. "Dialekt ist nicht
die Sprache der wenig Gebildeten und die Hochsprache die Sprache der
Gebildeten", stellt Wager klar. Nicht umsonst hätten ausgerechnet die
Länder, in denen am stärksten Dialekt gesprochen wird, nämlich Bayern
und Baden-Württemberg, in der Pisa-Studie besonders gut abgeschnitten,
eine Erkenntnis, die auch von einigen Lehrerverbänden in ihren
Stellungnahmen zum jüngsten PISA-Vergleich angeführt wurde.
Näheres im Internet
"Mundart in der Schule" Schuljahre 2004-2012